Gebärdenunterstützte Kommunikation (GUK) - Überblick


GUK ist eine Kommunikationsmethode, die bei hörenden Kindern eingesetzt wird, welche spezifische Probleme beim Spracherwerb haben.
Dabei werden, anders als bei der Gebärdensprache, nicht alle geprochenen Wörter und grammatischen Strukturen gebärdet, sondern nur diejenigen, die von Bedeutung sind.
Die Kinder können sich so besser verständlich machen und nach und nach einen Zugang zur gesprochenen Sprache finden.

In der Regel sind Gebärden für Kinder leichter zu erlernen als Lautsprache. Dabei sollten zu gebärdenden Wörter entwicklungsentsprechend ausgewählt werden.
Eine zu übermittelnde Information wird durch die deutliche Visualisierung der Schlüsselwörter verständlicher.
Von Vorteil beim Einsatz der Gbärden unterstützenden Kommunikation ist, dass die Aufmerksamkeit und das genaue Hinsehen der Kinder beim Kommunizieren gefördert wird.
Zudem sind Gebärden "langlebiger" als gesprochene Worte - eine langsame Ausführung der Gebärde ermöglicht ein genaues Betrachten.
Durch die Verbindung von Wort und Gebärde wird nicht zuletzt die Erinnerungs- und Wiedererkennungsfähigkeit unterstützt.
Die Arbeit mit GUK verläuft in mehreren Phasen.
In einer vorbereitenden Phase soll das Kind gemeinsamen Handlungen Möglichkeiten zum kontextbezogenen Mitmachen und Nachmachen haben.
Gut dafür eignen sich z.B. "So tun als ob"-Spiele oder Fingerspiele.
Wenn das Kind in der Lage ist auf einfache Fragen zu reagieren (z.B. "wo ist denn dein Mund?) können erste Gebärden eingeführt werden.
In der darauf folgenden einführenden Phase soll da Kind lernen, eine für ihn wichtige Sache lautsprachbegleitend mit einer Gebärde auszudrücken.
Hier eignet sich der Einsatz der begleitenden Gebärdensammlung "Schau doch meine Hände an".
Eine Gebärde wird natürlich leichter erlernt, wenn der damit verbundene Effekt für das Kind wirklcih bedeutsam ist, z.B. aus dem Beriech "Essen und Trinken".
Bei der weiteren zunehmenden Auswahl von lautsprachbegleitenden Gebärden sollten auf jeden Fall die individuellen Besürdfnisse des Nutzers im Vordergrund stehen.

Die GUK-Methode wurde von Frau Prof. Dr. Etta Wilken vom Institut für Sonderpädagogik der Universität Hannover entwickelt.
GUK wird insbesondere in der Arbeit mit Menschen mit Down-Syndrom eingesetzt.

 
     
     
   
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 22.04.2003 10:51

 
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