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Die Idee hinter kometh.net
Der Bereich Kommunikation hat einen neuen Stellenwert innerhalb
der Arbeit mit Menschen mit einer Behinderung gewonnen. Immer mehr
rückt die Notwendigkeit in den Vordergrund, Menschen mit einer Behinderung
zu verstehen, die sich gar nicht oder nur eingeschränkt lautsprachlich
mitteilen können, um so ihre Bedürfnisse zu erkennen.
In Abkehrung von einer defizitorientierten Sichtweise wird versucht,
eine neue Weise des Herangehens an diese Menschen zu entwickeln.
Hierbei steht die Person mit ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen
im Vordergrund , weniger die medizinische Diagnose bzw. die körperliche/geistige
Beeinträchtigung Viele Einzelschicksale, wie z.B. das von Prof.
Stephen Hawking oder von Birger Sellin, haben der Öffentlichkeit
gezeigt, dass Menschen mit einer Behinderung oft aufgrund ihrer
mangelnden lautsprachlichen Kommunikation falsch eingeschätzt werden.
Sie verfügen allerdings oft über Fähigkeiten, die sie wegen eines
für sie nicht adäquaten Kommunikationssystems (in diesem Fall der
Lautsprache) nicht ausdrücken können. Aus diesem Grund finden alternative
Kommunikationsmethoden , welche die Lautsprache ersetzen oder ergänzen
immer mehr Beachtung. Dazu zählen u.a. die Unterstützte Kommunikation
i.a., Gebärdensprachen, Symbolsysteme, (wie z.B. BLISS, PECS, LÖB),
Gestützte Kommunikation (FC) oder Basale Kommunikation.
Der Stellenwert solcher Methoden wird noch oft unterschätzt. Mangel
an Zeit, Kompetenz und an einem umfassenden Überblick über die Vielfalt
der kommunikativen Herangehensweisen erschweren oft eine Einbeziehung
dieser neuen Kommunikationsmethoden in den Alltag der betreffenden
Menschen.
Die Idee von kometh.net ist es, eine
unabhängige Instanz, bzw. Plattform zu bieten, die sich ausschließlich
auf die Verbesserung der kommunikativen Möglichkeiten konzentriert.
Dies soll zunächst in Form einer informativen Plattform im Internet
realisiert werden. kometh.net bietet
umfassende und aktuelle Informationen zu unterschiedlichen Kommunikationsmethoden.
Ziel ist es, die individuell angemessenste/beste Kommunikationsmethode
für einen behinderten Menschen zu finden. Hiermit soll keineswegs
die bisherige pädagogische oder therapeutische Arbeit ersetzt werden.
Eine Kooperation mit den entsprechenden Einrichtungen ist grundlegend
im kometh-Konzept. Es handelt sich vielmehr um eine Konzentration
auf die Förderung der kommunikativen Kompetenzen, über die jeder
Mensch auf seine individuelle Weise verfügt.
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